Sozialbetreuer_innen sind Fachkräfte für die Mitgestaltung der Lebenswelt von Menschen, die auf Grund von Alter, Behinderung oder schwierigen Lebenslagen in ihrer Lebensgestaltung eingeschränkt oder benachteiligt sind. Ihre wesentlichen Aufgaben bestehen in zeitgemäßer Betreuung in den Bereichen - Begleitung, Anleitung, Assistenz und Beratung - sowie der Pflege von Menschen im Alter, bei Krankheit und Behinderung sowie in Not- und Krisensituationen.
Der Aufgabenbereich von Sozialbetreuerinnen und Sozialbetreuern kann anhand eines Vier-Säulen-Modells dargestellt werden:
Alle vier Säulen sind in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Freizeit und Bildung bestmöglich zu integrieren.
Sozialbetreuer_innen verfügen über das Fachwissen um die vielfältigen Aspekte eines Lebens im Alter, bei Krankheit, mit Behinderung sowie in Not- und Krisensituationen und können eine breite Palette an Maßnahmen der Begleitung und Unterstützung in allen Fragen der Alltagsbewältigung, Daseinsgestaltung und Sinnfindung durchführen.
In ihrem beruflichen Selbstverständnis sind sie den heute allgemein anerkannten Grundsätzen der sozialen Betreuung verpflichtet: Normalisierung der Lebensbedingungen, Inklusion, Empowerment und Selbstbestimmung.
Die Besonderheit ihres Berufes ist nicht die hohe Spezialisierung oder Konzentration auf die Pflege, sondern die Bündelung von Kompetenzen, die für eine Begleitung von zu betreuenden Menschen im Alltag erforderlich sind. Dadurch leisten sie einen Beitrag zur Erhöhung und/oder Erhaltung von Lebensqualität.
Sie arbeiten mit Bezugspersonen und betreuenden Stellen zusammen, insbesondere mit Fachleuten aus den Bereichen Therapie, Medizin, Recht, Gesundheits- und Krankenpflege.